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Die offene Gesellschaft und deren Folgen
Grunzer
Unregistered


 
Beitrag #1
Die offene Gesellschaft und deren Folgen
.
Die Migrantenaffinen und die GEZ-Medien benutzen seit spätestens Herbst 2015 geradezu inflationär den Begriff "Offene Gesellschaft"; besonders im Zusammenhang mit der Zuwanderung und dem Islam in Deutschland.

Irgendwie hatte ich immer "Bauchgrimmen", wenn ich diesen Begriff hörte. Das hörte sich immer an wie ein "Maulstopfbegriff", gegen den man nichts wirklich sagen kann.

Ich habe mich deswg. mal auf die Suche nach Kritik an der sog. offenen Gesellschaft gemacht und wurde fündig.

Bei der sog. offenen Gesellschaft geht die Notwendigkeit und Bedeutung von sozialen Bindungen und Traditionen verloren. Tiefe kulturelle Bindungen, die Menschen in die Lage versetzten, ihren Weg durch die Welt der Möglichkeiten zu finden, sind weg.

Durch die offene Gesellschaft entsteht Anomie, ein Zustand fehlender oder schwacher sozialer Normen, Regeln und Ordnung.

Wenn diese Regeln in der Gesellschaft nicht mehr anerkannt werden, die im nachfolgenden link stehen, herrscht Anomie = https://de.wikipedia.org/wiki/Anomie#„An...bei_Merton
02-10-2018 17:45
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Grunzer
Unregistered


 
Beitrag #2
RE: Die offene Gesellschaft und deren Folgen
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Die Regeln, deren Fehlen zu Anomie führt :
  • kulturelle Ziele als Wünsche und Erwartungen der Menschen einer Gesellschaft
  • Normen, welche die Mittel vorschreiben, die die Menschen zur Realisierung ihrer Ziele anwenden dürfen
  • die Verteilung dieser Mittel
Kulturelle Struktur :
  • 1. Ziele: Bildung, Wohlstand, hohes Ansehen usw.
  • 2. Normen: Fleiß, Intelligenz, Lernfreude usw.
Soziale Struktur :
  • 3. gesellschaftliche Zustände: soziale Chancengleichheit usw.
Als Anomie wird nunmehr eine Dissoziation (Auflösung, Zerfall) zwischen kulturellen Zielen und dem Zugang bestimmter sozialer Schichten zu denn dazu notwendigen Mitteln beschrieben. Dadurch schwächt sich die Bindung zwischen Mitteln und Zielen.

Merton nennt fünf mögliche Reaktionsmuster des Menschen auf diese Dissoziation :
  • 1. Konformität: Konzentrierung auf die Ziele, die mit den zur Verfügung stehenden (gebilligten) Mitteln erreicht werden können
  • 2. Innovation: Gebrauch kulturell missbilligter Mittel
  • 3. Ritualismus: strikte Nutzung der vorgeschriebenen Mittel, bis hin zur Ignoranz der negativen Konsequenzen dieser Mittel (Durchführung des Rituals um des Rituals willen) – Verzicht auf die Erreichung der kulturellen Ziele
  • 4. Rückzug : Verzicht sowohl auf vorgeschriebene Ziele als auch geforderte Mittel (Aussteiger, Drogenabhängige etc., vgl. auch Eskapismus)
  • 5. Rebellion: Zurückweisung von Zielen und Mitteln und Betonung eines neuen, sozial missbilligten Systems von Zielen und Mitteln
Gegenwärtig führe vor allem die Relativierung kultureller Mittel durch Pluralisierung und Individualisierung zu Problemen wie Orientierungslosigkeit, Verhaltensunsicherheit und gesellschaftlicher Desintegration.
07-10-2018 15:13
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